Pleroma

Wenn man wissen will, ob ein System krank ist ?
Hochschule Worms zahlte 2020 9829.56 € an Zoom , hat aber ein Rechenzentrum und lehrt Wirtschaftsinformatik.

Sicher gibts da Gründe warum die bezahlen. Meiner Meinung nach sind das aber genau die Gründe für ein kaputtes System.
https://fragdenstaat.de/anfrage/zahlungen-an-zoom-video-communications-inc-184/

@dewomser @tk 10k€ für eine ganze Hochschule? Sorry, aber das hätte ich auch gekauft.

@letterus @tk Naja ganze Hochschule , (for applied Science) Worms ist keine Großstadt.. Aber trotzdem nicht gut

@letterus Jupp. Teil des Problems ist leider, dass diese großen Anbieter momentan faktisch nicht über den Preis zu schlagen sind, zumindest wenn man dieselben Anforderungen (etwa Verfügbarkeit) anlegt. 😑
@dewomser @tk

@dewomser Admins im öffentlichen Dienst werden glaub ich auf ungefähr E10 bezahlt. Nach https://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tv-l/west?id=tv-l-2021&g=E_10&s=1&zv=keine&z=100&zulage=&stj=2021&stkl=1&r=0&zkf=0&kk=15.5%25 kostet das den Arbeitgeber (inkl. Arbeitgeberbeiträgen, die da nicht berücksichtigt werden) zur Zeit um die 50k€ im Jahr im günstigsten Fall (Stufe 1).

Davon ausgegangen, dass die Hardwarekapazität ungenutzt rumsteht (was bei Videokonferenzsystemen unwahrscheinlich ist, die brauchen ziemlich viel Serverleistung für Transcoding, wenn die Bandbreitennutzung halbwegs akzeptabel sein soll), könnte sich ein Admin für das Geld, das Zoom nimmt, also 20% seiner Zeit mit dem Videokonferenzsystem befassen.

Das wäre ne ziemlich wacklige Konstruktion.

Keine Ahnung, ob das Zoom-seitig ein (risikokapitalfinanziertes) Lockvogelangebot ist oder als Mischkalkulation tatsächlich aufgeht, aber aus Sicht der HS ist das nicht deren Problem (solange sie in der Lage ist, gegebenenfalls auf ein anderes System zu migrieren).

Da wäre vielleicht eine spannende Folgefrage: "Wie sehen die Konzepte aus die sicherstellen, dass man sich nicht langfristig von einem Anbieter abhängig macht?"
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