Pleroma

Kann es sein, dass da gerade eine gezielte Kampagne gegen freie Software geführt wird? Es gibt ständig Berichte über Probleme mit den lokalen Installationen, die einfach falsch dimensioniert sind, aber nichts mehr über Microsoft und Co.

@favstarmafia Vielleicht eine einfache Erklärung: Wenn jemand eine Linux-Distribution ohne jegliches Problem installiert, wird er in der Regel dazu keinen Toot schreiben. Gibt es Probleme, werden eher Toots veröffentlicht, um sich auszutauschen und ggf. hilfreiche Kommentare zu erhalten.
Oder meintest Du etwas Anderes?

@almn76 ja, es gibt mittlerweile vermehrt in den Nachrichten Berichte über die freien Programme und den Problemen damit.

@favstarmafia @almn76 Wenn es sich um öffentliche Infrastruktur handelt, die funktionieren soll und es nicht tut, haben Bürger:innen imho ein Recht das zu erfahren. Sollte den Einrichtigungen Ansporn sein, besser zu werden. Direkt über Alternativen nachzudenken, ist mE zu kurzfristig gedacht.

@letterus @favstarmafia @almn76 Das Problem ist, dass Microsoft usw. ständig Macken haben, aber behandelt werden wie "naja, ist halt Microsoft. Unser Berater wird das Problem schon lösen", während bei Freier Software (selbst bei vorhandenen Verträgen mit Beratern) jedes kleine Problem direkt zum Todesstoß für die Software hochstilisiert wird.

Das ist aber nicht neu, das Spielchen gabs schon Ende der 90er. Wenn das jetzt mehr in die (nicht-tech) Medien tröpfelt, ist das vielleicht eher ein Zeichen dafür, dass Freie Software jetzt mehr Verbreitung und Sichtbarkeit hat, wenn sogar Tech-Dilettanten darüber berichten.

@patrick @favstarmafia @almn76 Ja, das stimmt. Zoom und Co hängen gerne auch mal. Aber die sind ja nicht vom Staat...

@patrick @letterus @favstarmafia @almn76
Ich benutze seit Herbst 1996 Linux. Damals hatte das Standardwindows noch einen DOS-Kern. Bis heute kann immer und immerwieder nur mit dem Kopf schütteln, wie willfährig die Leute den Murks, den Micro$oft da abliefert, hinnehmen. Als wäre es gottgegeben. Und die Art und Weise, wie die Userbility von Windows gefeiert wird, läßt mich fragen, ob die alle ein Stockholmsyndrom haben. Ich kapers nicht.

@HoSnoopy

ich verstehe zwar nicht was das mit der Schulsoftware zum online lernen zu tun hat, aber ich benutze seit fast zwei Jahren Linux parallel zu Windows und muss leider sagen, wenn man sich nicht damit beschäftigt, dann ist es kein Ersatz für die Masse.

Zum Beispiel kann ich bis heute meinen Scannern nicht aufrufen, Drucken geht nur über Mint nicht bei ARCH und der Zugriff auf ein einfaches NAS ist eine Wissenschaft für sich.

@patrick @letterus @almn76

@favstarmafia Ja, man kann damit arbeiten, aber man braucht doch relativ viel Zeit und Wissen. Meiner Frau hab ich wieder nen MacBook gekauft. Im Vergleich zu Windows kann man da übrigens wirklich lernen wie Usability geht. Leider haben sich viele OS-Entwickler:innen ihre UI-Zugänge bei Windows abgeschaut. @HoSnoopy @patrick @almn76

@letterus

meine Frau benutzt ihren Laptop nur für Internet, Mail und Bilder, da bekommt man einen Windows Laptop für ca. 500 €.

Ich habe ihr sogar Linux Mint auf ihren alten Laptop installiert, der damit wieder einwandfrei funktioniert (außer Scannen), aber jetzt will sie nur noch den neuen verwenden.

@HoSnoopy @patrick @almn76

@favstarmafia @HoSnoopy @letterus @almn76 Wenn man sich nicht mit Windows beschäftigt, hat man auch damit ein Problem, ebenso mit mac OS. Ich hab lange genug IT Support gemacht, um jeglicher Illusion beraubt zu sein, dass Computer "intuitiv" seien.

Ein paar Beispiele aus der Praxis:

Scannen: Warum rattert der so komisch? (Transportsperre noch drin) Warum findet Windows den nicht? (Treiber war für Windows XP, Pech gehabt, kauf dir einen neuen)

Drucken? Mal wird nur schwarz-weiß gedruckt, obwohl überall Farbe eingestellt war, dann ist das Default-Papierformat anders als eigentlich eingestellt und der Drucker fragt seltsame Fragen nach dem Papierfach, dann steigt einem der Rechner aus, wenn man ein PDF druckt und der Treiber auf die Idee kommt, es 1:1 an den PDF-fähigen Drucker weiterzuleiten (dumm nur, dass der Drucker mit _diesem_ PDF nicht klarkommt) - und das sind die Probleme die einem begegnen, _nachdem_ man den richtigen Treiber gefunden und installiert hat.

NAS? Kann man das essen? (Kein tatsächliches Beispiel, weil die Frage nie aufkam: Man braucht eine gewisse Kenntnis, um überhaupt auf die Idee zu kommen, dass es so etwas gibt, zu erkennen, das es im Netz verfügbar ist, und dass man da ran möchte)

@patrick

Trotzdem muss man Windows zugestehen, das es auf der meisten Hardware läuft und der Treibersupport dort am vollständigsten ist.

@letterus @HoSnoopy @almn76

@favstarmafia @patrick @HoSnoopy @almn76 Also, ein iPad ist so intuitiv, dass meine Zweijährige das ganz gut bedienen kann.

@favstarmafia @letterus @HoSnoopy @almn76 Nur, wenn man alle Windowsversionen zusammen zählt. Mit Kompatibilität hat es Windows seit einigen Jahren nicht mehr so.

Ein modernes Linux kann sämtliche Hardware hier im Haus betreiben. Ein modernes Windows steigt bei ca. 30% der Geräte aus, weil die vorhandenen Treiber nicht mehr funktionieren und keine neuen angeboten werden. Gut, da sind diverse Audio-Interfaces dabei und anderer "Spezialisten"-Kram, aber dennoch: Theoretisch unterstützt Windows diese Geräte - praktisch aber nur solche Versionen, die selbst Microsoft nicht mehr in Betrieb sehen will

@letterus @favstarmafia @HoSnoopy @almn76 Naja, Tabletinterfaces insgesamt scheinen mit der Zielgruppe "Zweijährige" entworfen zu sein.

Aber wenn mal was nicht geht, wird ganz schnell der Papa oder die Mama gerufen, oder? Und die sind nicht Teil des iPads (auch wenn sie als 2jährige das vielleicht noch nicht so scharf trennt)
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@patrick @HoSnoopy @favstarmafia @almn76 Naja, es gibt auf jeden Fall deutliche Qualitätsunterschiede in der Zugänglichkeit der Interfaces und ihrer Bedien- und Integrationskonzepte.

@favstarmafia @patrick @letterus @almn76
Also ich hab auch unter Windows schon mit Treibern die abenteuerlichsten Dinge erlebt. Windows XP: Soundkarte reingesteckt, wurde erkannt, dafür verschwanden CDRom und -Brenner. Weg. Nicht mehr unter Windows nutzber. Support? Wo denn? ;-)
Mein Mustek 1200 Scanner hat vor 16 Jahren 8€ inkl. Versand gekostet (Ebay) und der geht immernoch. USB rein. sane-find-scanner aufrufen, fertig. Geht. *achselzuck* Derzeit auf dem Dualcore meiner Tochter.

@letterus @patrick @favstarmafia @almn76 Bei mobilen Geräten ist mir allgemein wichtig, daß kein Horch&Guck drauf ist und es einen quelloffenen Support gibt. Mit dem LineageOS-Interface kommt mein 6jähriger inzwischen besser zurecht als ich. ;-)

@favstarmafia @patrick @letterus @almn76
Das lustige ist ja, daß man sich mit Windows auch beschäftigen muß. Jedenfalls so meine Beobachtung. Es ist halt schonmal auf den meisten Geräten draufgerotzt, man schaltet ein und es geht. Da hat sich vorher einer - halt unter Windows - mit beschäftigt und diese Installation wird dann zur Blaupause für alle verkauften Geräte genommen.
Linux muß halt erst installiert und eingerichtet werden. Auf älteren Geräten läufts dafür halt flüssiger.

@HoSnoopy @favstarmafia @patrick @almn76 Also, ich klink mich hier mal wieder aus. 😉

@letterus

ich auch, das Thema hat sich irgendwie zu stark verändert 😎

@HoSnoopy @patrick @almn76